Die Sächsischen Hochschulen protestieren gegen die angekündigte Kürzung der Mittel für die Hochschulförderung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
Aus Sicht der Landesrektorenkonferenz Sachsen stärken weltweite Wissenschaftsnetzwerke Sachsen und Deutschland langfristig. Die BMZ-finanzierten Hochschulförderprogramme sind strategische Investitionen, die maßgeblich zur Bildung internationaler Netzwerke für die Hochschulen in Sachsen und auch zu langjährigen Fachkräfte- und Wirtschaftskooperationen beitragen.

In den vergangenen fünf Jahren ist die Zusammenarbeit zwischen sächsischen Hochschulen und Hochschulen im Globalen Süden in 33 Projekten über den DAAD aus Mitteln des BMZ gefördert worden. Insbesondere mehrjährige Projekte tragen dazu bei, beständige Kooperationen in der Hochschulentwicklung, gemeinsame Lehrveranstaltungen und Forschungsvorhaben anzustoßen und so langfristige Hochschulpartnerschaften mit beidseitiger Wirkung zu etablieren.

Die Entwicklungszusammenarbeit stärkt Partnerhochschulen im Globalen Süden mit positiven Effekten in Bildung, Forschung und Arbeitsmärkten vor Ort. Der Austausch mit unseren Partnern schafft wiederum Wege, qualifizierte internationale Fachkräfte für Sachsen zu gewinnen und wichtige Forschung und Innovation und zu tagesaktuellen Themen wie beispielsweise Energieversorgung, Migration, globaler Gesundheit und Pandemievorsorge voranzutreiben.
Die Streichung dieser Programme würde auch die Arbeit der derzeit sieben Saxon Science Liaison Offices einschränken, da für die Büros in förderfähigen Ländern Programmförderungen für die Arbeit dieser Büros (Fachkräftegewinnung, Wirtschafts- und Hochschulkooperation) und ihrer Partner wegfallen würden.

In Zeiten globaler multipler Krisen und wachsender gesellschaftlicher Polarisierung weltweit sind zuverlässige und vertrauensvolle Hochschulpartnerschaften ein wichtiges strategisches Instrument, um Deutschland im globalen Wettbewerb zu stärken und den Einfluss anderer geopolitischer Akteure zu beschränken. Daher stellt sich die Landesrektorenkonferenz Sachsen nachdrücklich gegen die Entscheidung des BMZ und bittet, die Auswirkungen der Kürzung der Förderung erneut zu bedenken.

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